Über uns

Märchen können wahr werden…

Zu dieser Überzeugung kann man jedenfalls kommen, wenn man den Laden von Gabriele Freyer und Stephan van Benthem am Bismarckplatz 1 betritt. Der aus Bentheimer Sandstein gestaltete Reichkanzler Bismarck, der Bentheim 1869 besuchte, hat ein wachsames Auge über den Laden. Schon die aufwändige Dekoration im Schaufenster macht jeden vorbeibummelnden Besucher neugierig und lädt zum Entdecken ein. Hat man erst einmal einen Fuß in die Tür gesetzt, fühlt man sich sogleich wie in einer Märchenwelt. Hier stehen der Weihnachtsmann und der Osterhase Hand in Hand zusammen. Räuchermännchen verteilen ihren weihrauchartigen Duft bis hinüber zu den uniformierten Nussknackern. Elfen teilen sich ihren Pilz mit Engelchen und Wichteln. Wo das Auge hinschaut, sind liebevoll verspielte Details zu erkennen, die einen schmunzeln lassen.

Staunen, Erleben, Genießen

Das sind die Stichworte von Gabriele und Stephan. Jeder Besucher des Ladens taucht auch in genau diese Atmosphäre ein. Der Holzboden knackt. Die Beleuchtung schafft eine besondere Atmosphäre. Diese Eindrücke und der Duft von Räuchermännchen helfen Besucherinnen und Besuchern, ihre eigene Fantasie in Gang zu setzen. All dies geschieht im Herzen des malerischen Städtchens Bentheim mit seiner reichhaltigen Geschichte.

Handwerkskunst in 3. Generation

Stephan ist der Vertreter der dritten Generation der van Benthems, die sich mit der Restauration und dem Guss von Weihnachtsfiguren sowie anderen religiösen Figuren beschäftigt. So war es bereits das geliebte Hobby des Großvaters, Gipsbildnisse zu gießen und Figuren zu reparieren. Stephans Vater Frans befasste sich damit ebenfalls in seiner Jugend. Er baute Krippenszenen aus in Gipsfluid getränkter Jute, wodurch eine umfassendere Idee entstand: Er eröffnete daraufhin in Oldenzaal einen Laden und verkaufte mit großem Erfolg Weihnachtsartikel. Die Figuren, die Stephans Vater goss, wurden meisterhaft von seiner Mutter Annemarie bemalt. So wurde das Herstellen solcher Figuren Stephan mit in die Wiege gelegt. Er kennt alle dazugehörigen Abläufe aus dem Effeff. So wollte Stephan dann auch nach dem Ableisten seines Wehrdienstes 1984 direkt in das väterliche Geschäft mit einsteigen. Sein Vater war jedoch davon überzeugt, dass er erst einmal an anderer Stelle eigene Erfahrungen sammeln müsse – und so geschah es auch. Mit seinen Gedanken war und ist Stephan jedoch immer voll und ganz damit beschäftigt, Krippen und weihnachtliche Figurengruppen herzustellen. .
Schließlich nehmen er und Gabriele die Weihnachtsabteilung von Stephans Eltern in ihre Hände und eröffnen 2014 einen eigenen Laden im schönen Bad Bentheim. Hier erfreut sich das urige Geschäft Gilde Sfeer immer wachsender Beliebtheit bei seiner sowohl deutschen als auch niederländischen Stammkundschaft.

Tourismus

Bad Bentheim ist ein touristischer Publikumsmagnet. Allein die Burg besichtigen jährlich etwa 120.000 Gäste. Das Feriendorf Roompot zwischen Bad Bentheim und Gildehaus verzeichnet jährlich circa. 335.000 Übernachtungen mit etwa 80.000 Besuchern. In der Umgebung gibt es mehrere Campingplätze. Regelmäßig kommen Reisebusse mit Touristengruppen verschiedener Nationalitäten. Die Frage, die diese Kunden bei Gilde Sfeer besonders häufig stellen, ist die, ob sie sich die gekaufte Ware auch direkt an ihre Heimatadresse senden lassen können. Ja, das ist möglich! So machen sich die Artikel aus Gabrieles und Stephans Laden dann auf die Reise um die Welt.

Jedes Objekt bringt seine eigene Geschichte mit

Im Laden trifft der Kunde eine große Auswahl an beleuchteter und handgemachter Holzdekoration und Schwibbögen an. Im Erzgebirge im Osten von Deutschland wird bereits seit Jahrhunderten wunderschöner Weihnachtsschmuck produziert. Dazu gehören die prächtigen halbrunden Schwibbögen, Weihnachtspyramiden und Räuchermännchen. Sie zählen zu den traditionellen Weihnachtsdekorationsartikeln, die bis heute im Erzgebirge gefertigt werden. Das beleuchtete, gebogene Stück Handarbeit wird in der Weihnachtszeit mit der Motivseite zum Fenster hin auf die Fensterbank gestellt. So bringt es seit Jahr und Tag einen einladend warmen Lichterschein in dunkele Dezembernächte.
Der Begriff Schwibbogen ist abgeleitet von Schwebebogen (einer gebogenen Maueröffnung). So ein Schwibbogen ist immer mit Lämpchen ausgestattet. Deren Ursprung liegt in der Tradition der Bergwerksarbeiter. Unter den Minenarbeitern war es Brauch, am 24. Dezember gemeinsam das Weihnachtsfest zu begehen. Während dieses Festes hingen sie ihre brennenden Grubenlampen im Halbkreis an eine Mauer oder den Eingang des Tunnels, damit jeder den Weg dorthin finden konnte. Das führte zur Grundidee und Form eines freistehenden Bogens mit einer Kerze oben drauf. Darüber hinaus stand der „lichtgebende“ Bogen auch als Symbol für die aufgehende Sonne, um den Bergarbeitern, die in der dunklen Jahreszeit kaum einmal das Tageslicht zu Gesicht bekamen, ein wenig Licht zu spenden.

Weinranken

Der Winzer Michael Lucius hat seinen Weinberg im deutschen Städtchen Framersheim. Vor mehreren Jahren gab es dort einen schweren Orkan, durch den viele der Weinstöcke vernichtet und für ihren eigentlichen Zweck unbrauchbar wurden. Über diesen Winzer bezieht Stephan seine Weinranken und nutzt diese für die Anfertigung seiner Krippen. Mit ihren bizarren Formen sorgen die Ranken für eine besondere romantische und märchenhafte Architektur.
Aus Portugal holt Stephan Korkrinde, welche er zur Gestaltung der Hintergründen seiner Krippendarstellungen verarbeitet. Wenn eine Krippenszene fertig gebaut ist, wird sie für einige Tage in eine spezielle Trockenkammer gestellt, um jeglichem Ungeziefer wie dem Holzwurm keine Chance zu lassen, in die Wohnung des Kunden zu geraten.
Als Stephan in Portugal war, entdeckte er übrigens auch bei einem der Korkbauern ein Atelier, in dem es komplett aus Kork geschnittene Krippenszenen gab. Diese wurden mit in das Sortiment von Gabriele und Stephan aufgenommen.

„Einer der Engel steht nicht zum Verkauf,“

sagt Stephan. Mit einem Grinsen von Ohr zu Ohr zeigt er im Laden auf seine Partnerin Gabriele. Diesen Engel habe er in der Nähe von Dresden ausfindig gemacht, als die Stadt noch der ehemaligen DDR angehörte. Dort liegt auch das Gebiet, aus dem die Schwibbögen und Räuchermännchen ursprünglich stammen. Man habe immer zu tun mit Weihnachten und Märchenhaftem. Damit gehen die Zwei abends zur Ruh und damit stehen sie morgens wieder auf. Nachts entstehen auch die besten Ideen. Eine dieser nächtlichen Ideen ist auch das Schattenlicht. Die Vorbereitung dieser stimmungsvollen Lampe steckt noch in einer letzten Entwicklungsstufe und soll dann bald zum Verkauf stehen. Diese Lampe werden sich Stephan und Gabriele patentieren lassen.
Außer im Januar ist der Laden der beiden das ganze Jahr hindurch täglich geöffnet.